Tolle Auftritte im Rahmen der KultUrdorf-Tage

Samstag, 24. Mai 2008

Sämtliche Fotos sind in der Galerie anzusehen

Seit den Sportferien hatten sich gegen 40 Ad hoc-Chörlerinnen und Ad hoc-Chörler auf die Auftritte an den Urdorfer Kulturtagen vorbereitet. Parallel zur Arbeit im Singsaal wirkte eine kleine Vorbereitungsgruppe als organisatorische Wegbereiterin. Sie stand unter der Leitung von Röbi Enzler, der diesmal als umsichtiger Hauptstratege amtete. Dies erwies sich als wahrer Glücksfall, tat doch unsere Präsidentin Esther Wiederkehr im Frühling auf dem letzten Flecklein Eis dieses Winters einen fürchterlichen Sturz und konnte uns darnach nur mit sehr reduzierten Kräften unterstützen. Weiterhin gute Besserung, Esthi!
Die Arbeitsgruppe inspizierte die meisten Zentren der Kulturtage und wurde von den Verantwortlichen überall herzlich empfangen und unterstützt. Bald war man sich einig, am Samstagnachmittag an fünf verschiedenen Orten mit einem Kurzprogramm aufzutreten, nämlich:
• in der Bildhauerwerkstatt von Beat Bösiger (13 Uhr)
• im Ausstellungsraum der Garage Foitek (14 Uhr)
• in der Cafeteria der Stiftung Solvita (15 Uhr
• im Ortsmuseum (17 Uhr) und
• im Foyer des Oberstufenschulhauses Moosmatt (18 Uhr).

Da an einigen Orten der Platz für unsere übliche Chorformation zu eng war, musste sich unsere Dirigentin Susanne Eggimann etwas für uns Aussergewöhnliches einfallen lassen:

Sie liess uns schon in den letzten Proben in völlig durchmischter Aufstellung singen. So entstand für uns ein völlig neues Singerlebnis, nahmen wir doch die anderen Stimmen und den gesamten Chorklang ganz neu wahr. Obwohl oder vielleicht auch weil dadurch jede und jeder mehr Verantwortung übernehmen musste, tönten unsere Lieder meist (klang)voller als sonst, was bei uns allen eine ganz besondere Motivation und Vorfreude auf die Auftritte aufkommen liess. Aber auch die Spannung war gross: Wie würden unsere Darbietungen in den völlig verschiedenen Räumen tönen und beim Publikum ankommen?

kulturtage3 20080527 1739987290Endlich war es soweit: Es fiel mit dem Einsingen – dies noch in der vertrauten Umgebung unseres Singsaals – der Startschuss zum grossen Abenteuer. Und schon standen wir im Atelier unseres berühmten Steinmetzen Beat Bösiger. Unser „Ja, das ist unser Leben“ erklang in den Mauern der altehrwürdigen Fabrikhalle so hell und klar, als würden wir in einer geräumigen Kapelle singen. Wir konnten in der Folge unseren 20-minütigen Auftritt mit sieben Liedern und dem „Hasbächer“ als Zugabe so richtig geniessen.
kulturtage14 20080527 1759647686Hatten wir bei unserem ersten Auftritt kurz nach Mittag noch nicht sehr viele Zuhörer, so änderte sich dies nun fortan. Auf der „Empore“ im riesigen, gläsernen und somit lichtdurchfluteten Ausstellungsraum der Garage Foitek genossen wir gar eine Akustik wie in einer Kathedrale. Dass uns auch dieser Auftritt prima gelang, war allerdings alles andere als eine Selbstverständlichkeit, mussten wir doch in einer fast nicht enden wollenden Einerreihe singen, und Susanne Eggimann dirigierte weit weg vom Erdgeschoss aus und forderte uns punkto Konzentration alles ab. Wohl gerade dank dieser erschwerten Umstände blieben wir praktisch immer sehr kompakt, und unsere Vorstellung begeisterte die Zuhörer, die Dirigentin und uns selber gleichermassen.
kulturtage10 20080527 1409554599Im Servicezentrum der Stiftung Solvita erwartete uns eine Stunde später eine neue Herausforderung. Viele der Besucherinnen und Besucher hatten sich nämlich nicht wegen uns in der Cafeteria eingefunden, sondern um sich vom Rundgang durch das frisch umgebaute Gebäude zu erholen und um miteinander zu plaudern. Wir liessen uns aber wegen des hohen Geräuschpegels keineswegs irritieren und kämpften trotzig und beharrlich gegen die widrigen Umstände an. Wer uns hören wollte, gesellte sich in unsere Nähe, und diese paar Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörer verdienten es, dass wir für sie alles gaben. So gelang uns auch hier eine feine Leistung, auf die wir stolz sein durften. Zur Belohnung für unseren Kampf gabs dann etwas zu trinken und ein feines Sandwich.
kulturtage3 20080527 1293396298Zwei Stunden später standen wir dann im Eingangsbereich und auf der Treppe des Ortsmuseums. Hier waren die Rahmenbedingungen wieder einfacher und die Akustik so gut, dass wir unser Ständchen zusammen mit zahlreichem Publikum auch selber wieder richtig geniessen konnten.
kulturtage17 20080527 1366023942Wie würde unser Gesang in der Eingangshalle des Schulhauses Moosmatt tönen? Das fragten wir uns vor unserem abschliessenden Auftritt nicht nur wegen der sich langsam einschleichenden Müdigkeit, sondern auch angesichts der uns unbekannten akustischen Verhältnisse. Und o weh, die ersten Klänge unseres Eröffnungslieds mit den uns lockenden sonnigen Tagen waren auch schon weit beschwingter dahergekommen! Dies aber keineswegs nur, weil wir doch langsam etwas schlaff geworden sein mochten, sondern vor allem wegen der schallschluckenden Platten, die bei der letzten Sanierung an der Decke angebracht worden waren. So hatten unsere Stimmen Mühe, zu einem flauschigen Klangteppich zu verschmelzen. Dennoch hatten unsere auch hier zahlreichen Anhänger ihre helle Freude an unserem Auftritt und forderten gleich zwei Zugaben. Sooo schlecht muss es also doch nicht getönt haben!

Fazit: Das Unternehmen „KultUrdorf“ wurde für uns alle zu einem einmaligen, tollen Erlebnis. Wir genossen dabei nicht nur die allgemein prächtige Stimmung, die an diesem sympathischen Kulturevent herrschte, sondern ebenso sehr auch die einmalige zwischenmenschliche Harmonie in unserem Chor.

Mit folgenden Liedern begeisterten wir bei „KultUrdorf“ unser Publikum:

El grillo
Good news
Hasbächer
He’s got the whole world
Ja, das ist unser Leben
Kad si bila mala Mare
Meiteli, wenn d’tanze witt
Più non si trovano
Quel mazzolin di fiori
Rivers of Babylon
Teresina bella
Une île au soleil
Uns locken die sonnigen Tage

Bericht: Toni Blaser Fotos: Mathias Gasser

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